Runner-Secrets zentral verwalten – lokal reicht der Token
Anthropic-API-Key und Git-Tokens leben jetzt auf der Platform, nicht mehr in der .env des Runners. Der Setup-Wizard fragt weniger ab, es gibt eine neue Secrets-Verwaltung unter Settings → Runner, und ein Migrationshinweis führt bestehende Admins durch den Umbau.

Bisher brauchte ein Runner lokal vier oder fünf Umgebungsvariablen: API-URL, Runner-Token, Anthropic-Key, GitHub-Token, vielleicht Bitbucket dazu. Ab dieser Woche reichen zwei. Alles andere kommt beim Start direkt von der Platform.
Secrets laufen jetzt über die Platform
Der Runner authentifiziert sich mit seinem Token (rnt_…) gegen die Spedy-API und bekommt dort sein komplettes Runtime-Bundle: Anthropic-Key, Git-Tokens, MCP-Credentials. Die Werte werden auf der Platform verschlüsselt gespeichert (AES-256-GCM) und über TLS an den Runner ausgeliefert – sie landen nie auf der Festplatte des Runners, sondern nur im Prozessspeicher und in den Env-Vars der einzelnen Job-Container.
Lokal brauchst du im Runner nur noch:
SPEDY_API_URL=https://api.spedy.ai
SPEDY_RUNNER_TOKEN=rnt_…
Wenn du einen neuen Token erstellst, zeigt Spedy dir das Snippet direkt zum Kopieren an und prüft gleich, ob der Anthropic-Key im Vault schon liegt.
Neuer Secrets-Tab unter Einstellungen → Runner
Unter Einstellungen → Runner gibt es jetzt einen vierten Tab Secrets. Dort verwaltest du:
- Anthropic-API-Key – einziger offiziell unterstützter LLM-Provider heute. OpenAI oder Gemini stehen (noch) nicht auf der Liste.
- Custom-Env-Vars – für Werte, die dein Runner-Job sonst noch braucht (z. B. projektspezifische Flags).
Jeder Eintrag zeigt:
- Scope + Provider + Env-Var-Name
- Einen maskierten Preview (z. B.
sk-a****abcd) - Zeitstempel für Erstellung, letzte Rotation, letzte Nutzung
Der volle Wert verlässt die Datenbank nur an genau einem Punkt: im Aufruf von /runners/bootstrap des Runners. Selbst Admins sehen den Klartext nach dem Speichern nicht mehr – beim Rotieren gibst du einen neuen Wert ein, fertig.
GitHub und Bitbucket kommen aus den Integrationen
Wenn du unter Einstellungen → Integrationen bereits GitHub oder Bitbucket verknüpft hast, musst du nichts im Secrets-Tab anlegen. Der Runner zieht sich den passenden Token beim Bootstrap automatisch aus der aktiven Integration und nutzt bei GitHub-App-Installationen einen kurzlebigen Installation-Token.
Der Secrets-Tab zeigt dir das auch in einem kleinen Hinweisbanner an, damit klar ist: Git wird dort nicht erneut erfasst.
Setup-Wizard: drei Schritte statt vier
Der Wizard, den du über den spedy-runner setup-Befehl im Browser öffnest, ist geschrumpft:
- AI Backend – „Anthropic-API (von der Platform)" oder „Lokale Claude-Installation (Max/Pro)"
- Configuration – Pool-Size (wie viele parallele Runner)
- Review & Connect – Token erstellen, Status-Check
Der frühere Schritt „Git Connections" ist weg – GitHub/Bitbucket kommen automatisch aus den Integrationen. Der Anthropic-Key wird im Wizard nicht mehr abgefragt; stattdessen siehst du auf der Review-Seite eine Checkliste:
| Eintrag | Status |
|---|---|
ANTHROPIC_API_KEY im Vault |
✓ oder ⚠ (Deep-Link zum Secrets-Tab, falls fehlend) |
| GitHub / Bitbucket aus Integrationen | ✓ oder ⚠ (Deep-Link zur Integrations-Seite) |
Fehlt der Anthropic-Key, legt der Wizard zwar den Runner-Token an, sendet aber das Bundle nicht an die lokale CLI, bis du das Secret nachträgst. So landet kein Runner online, der beim ersten Job scheitert.
Migration für bestehende Admins
Wenn du heute schon Runner laufen hast, erscheint oben auf der Runner-Seite ein Migrations-Banner mit zwei Schritten:
- Anthropic-Key im Vault hinterlegen – Direktlink in den Secrets-Tab.
- Supervisor einmalig neu starten – das Banner zeigt den konkreten Befehl:
docker compose pull
docker compose up -d --force-recreate spedy-supervisor
Das Banner verschwindet automatisch, sobald der ANTHROPIC_API_KEY im Vault liegt. Solange du den alten Wert in deiner lokalen .env stehen lässt, gewinnt der lokale Wert über den Platform-Wert – du kannst den Umbau also in Ruhe durchziehen und die Env-Zeile erst entfernen, wenn alles grün läuft. Der Runner holt das Bundle alle 15 Minuten neu, Rotationen propagieren ohne weiteren Restart.
Verantwortung: Limits setzen, Repos sauber halten
Weil der Runner jetzt direkt mit deinem Anthropic-Key arbeitet, blendet der Secrets-Tab oben einen Hinweis ein, der drei Dinge klarmacht:
- Kosten sind deine. Spedy cappt, proxyt oder subventioniert den Verbrauch nicht. Was der Agent verbraucht, geht direkt gegen das Anthropic-Konto hinter dem Key.
- Limits setzen. Im Anthropic-Dashboard Budgets + Rate-Limits. In Spedy unter Runner-Teams Token- und Kosten-Budgets pro Job. Agent-Loops können ohne Cap sechsstellige Cache-Read-Counts erreichen.
- Keine Secrets im Repo. Der Agent liest den kompletten Arbeitsbaum als Kontext. Was er da findet (
.env, private Keys, committete Tokens), kann er in Logs, Commits oder PR-Beschreibungen weiterreichen.
Zusammengefasst
| Änderung | Was es bedeutet |
|---|---|
/runners/bootstrap |
Runner holt Secrets beim Start von der Platform |
| Neuer Secrets-Tab | Anthropic-Key und Custom-Env-Vars zentral gemanagt |
| Git aus Integrationen | GitHub/Bitbucket werden automatisch übernommen |
| Setup-Wizard | Drei Schritte statt vier, kein Anthropic-/Git-Input mehr |
| Env-Hint im Token-Modal | .env-Snippet + Checkliste direkt nach Token-Erstellung |
| Migrations-Banner | Führt bestehende Admins in zwei Schritten durch den Umbau |
| Verantwortungs-Hinweis | Kosten, Limits, Repo-Hygiene direkt im Secrets-Tab |
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um dieses Thema — kurz beantwortet.
Muss ich meinen Runner neu einrichten?
Wo trage ich den Anthropic-API-Key jetzt ein?
Was passiert mit GitHub- und Bitbucket-Tokens?
Wer zahlt die Claude-Kosten?
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