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Allgemeine Geschäftsbedingungen

für die Nutzung von spedy.ai

Stand: 10.02.2026

§ 1 Geltungsbereich und Anbieter

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend "AGB") gelten für alle Verträge über die Nutzung der SaaS-Plattform "spedy.ai" (nachfolgend "Plattform" oder "Dienst"), die zwischen der Coding 9 GmbH (nachfolgend "Anbieter") – Impressum und vollständige Kontaktdaten unter: https://coding9.de/impressum – und dem jeweiligen Kunden (nachfolgend "Kunde") geschlossen werden.

(2) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, d.h. natürliche oder juristische Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften, die bei Abschluss des Vertrages in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln (B2B).

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zustimmt.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Gegenstand des Vertrages ist die Bereitstellung der webbasierten Projektmanagement- und Ticketing-Plattform "spedy.ai" als Software-as-a-Service (SaaS). Der Anbieter stellt dem Kunden die Plattform zur Nutzung über das Internet bereit.

(2) Die Plattform umfasst insbesondere folgende Funktionen: KI-gestützte Ticket-Erstellung und -Verwaltung, Kanban-Boards, integrierte Wiki/Knowledge Base, Zeiterfassung, Entwickler-Integrationen (GitHub, Bitbucket), API-Zugang, Kunden-Portale sowie Team-Kollaboration. Der genaue Funktionsumfang richtet sich nach dem vom Kunden gewählten Tarif.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform jederzeit weiterzuentwickeln und zu verbessern, soweit dies dem Kunden zumutbar ist und der wesentliche Funktionsumfang erhalten bleibt.

§ 3 Vertragsschluss und Registrierung

(1) Die Darstellung der Plattform auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar.

(2) Durch Abschluss der Registrierung und Akzeptieren dieser AGB gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrages ab. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung der Registrierung durch den Anbieter zustande.

(3) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese bei Änderungen unverzüglich zu aktualisieren.

§ 4 Kostenlose Nutzung und Testphase

(1) Der Anbieter kann bestimmte Funktionen der Plattform kostenlos zur Verfügung stellen (Freemium-Modell). Der Umfang der kostenlosen Funktionen kann vom Anbieter jederzeit geändert werden.

(2) Der Anbieter kann dem Kunden eine kostenlose Testphase für kostenpflichtige Funktionen anbieten. Nach Ablauf der Testphase wird der Zugang zu den kostenpflichtigen Funktionen automatisch eingeschränkt, sofern der Kunde kein kostenpflichtiges Abonnement abschließt.

(3) Für die kostenlose Nutzung gelten diese AGB entsprechend, soweit nicht ausdrücklich anders geregelt.

§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen

(1) Die Vergütung für die kostenpflichtigen Leistungen richtet sich nach der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Preisliste auf der Website des Anbieters. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Die Zahlung erfolgt im Voraus per Abonnement (monatlich oder jährlich) über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Kunde ermächtigt den Anbieter, die fälligen Beträge über Stripe einzuziehen.

(3) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zu verlangen. Der Anbieter kann bei Zahlungsverzug von mehr als 14 Tagen den Zugang zur Plattform vorübergehend sperren.

(4) Der Anbieter ist berechtigt, die Preise mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums anzupassen. Bei Preiserhöhungen steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zu.

§ 6 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Parteien mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums (Monat oder Jahr) gekündigt werden.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde gegen wesentliche Vertragspflichten verstößt oder mit der Zahlung von mehr als zwei Monatsbeträgen in Verzug ist.

(3) Die Kündigung bedarf der Textform (z.B. E-Mail). Nach Vertragsende wird der Zugang zur Plattform gesperrt. Der Kunde hat die Möglichkeit, seine Daten innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende zu exportieren.

§ 7 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.

(2) Der Kunde ist für alle Inhalte, die er auf der Plattform speichert oder über diese verarbeitet, selbst verantwortlich. Der Kunde stellt sicher, dass die Nutzung der Plattform nicht gegen geltendes Recht oder Rechte Dritter verstößt.

(3) Der Kunde unterlässt jede Handlung, die die Funktionsfähigkeit der Plattform beeinträchtigen könnte, insbesondere den Einsatz von Software oder Skripten, die die Infrastruktur des Anbieters übermäßig belasten.

§ 8 Verfügbarkeit und Support

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Plattform. Eine Verfügbarkeit von 100 % ist technisch nicht realisierbar. Der Anbieter strebt eine durchschnittliche Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel an, bezogen auf 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche.

(2) Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt und dem Kunden mit angemessener Frist angekündigt. Wartungszeiten sind von der Verfügbarkeitsberechnung ausgenommen.

§ 9 Datenschutz und Datensicherheit

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich im Einklang mit den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der DSGVO und des BDSG. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des Anbieters.

(2) Die Plattform wird auf Servern in Deutschland (Hetzner) gehostet. Grundsätzlich findet keine Übermittlung von Daten in Drittländer außerhalb der EU/des EWR statt, mit Ausnahme der in Absatz 3 genannten KI-Funktionen.

(3) Nutzung von KI-Funktionen und Datenübermittlung an Drittanbieter: Für die KI-gestützten Funktionen der Plattform (insbesondere KI-Ticket-Generierung, Smart Suggestions und Chat-Assistent) können Daten an folgende Drittanbieter übermittelt werden:

a) xAI Corp. (Grok): Die Server von xAI befinden sich in den USA. Weitere Informationen: https://docs.x.ai/docs/key-information/regions

b) Groq, Inc.: Groq betreibt Inferenz-Server u.a. in der EU (Helsinki, Finnland) sowie in den USA, Kanada, Saudi-Arabien und Australien. Der Anbieter nutzt nach Möglichkeit den EU-Endpunkt. Gespeicherte Kundendaten werden jedoch in den USA (Google Cloud Platform) vorgehalten. Groq bietet einen Zero-Data-Retention-Modus, bei dem keine Kundendaten persistent gespeichert werden. Weitere Informationen: https://console.groq.com/docs/your-data

Die Datenübermittlung in die USA erfolgt auf Grundlage von EU-Standardvertragsklauseln (SCCs) gemäß Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO sowie ggf. auf Grundlage von Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO (ausdrückliche Einwilligung) bzw. Art. 49 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung). Der Anbieter hat mit den genannten Drittanbietern entsprechende Auftragsverarbeitungsverträge (Data Processing Addenda) abgeschlossen.

(4) Der Anbieter ergreift angemessene technische Maßnahmen zur Datenminimierung, insbesondere durch Anonymisierung und Pseudonymisierung von Daten vor der Übermittlung an KI-Drittanbieter, soweit dies technisch möglich und mit der Funktionalität vereinbar ist.

(5) Der Kunde kann die KI-Funktionen in den Einstellungen der Plattform deaktivieren. In diesem Fall erfolgt keine Datenübermittlung an die in Absatz 3 genannten Drittanbieter.

(6) Soweit der Kunde personenbezogene Daten im Rahmen der Auftragsverarbeitung durch den Anbieter verarbeiten lässt, schließen die Parteien einen gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO ab.

§ 10 Gewährleistung und Haftung

(1) Der Anbieter gewährleistet, dass die Plattform im Wesentlichen der Leistungsbeschreibung entspricht. Unerhebliche Abweichungen begründen keine Gewährleistungsansprüche.

(2) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden.

(3) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung des Anbieters auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(4) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen.

(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

§ 11 Geistiges Eigentum

(1) Alle Rechte an der Plattform, einschließlich der zugrunde liegenden Software, des Designs und der Dokumentation, verbleiben beim Anbieter. Der Kunde erhält lediglich ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für die Dauer des Vertrages.

(2) Der Kunde behält alle Rechte an den von ihm auf der Plattform gespeicherten Inhalten. Der Kunde räumt dem Anbieter die für die Vertragserfüllung erforderlichen Nutzungsrechte ein.

§ 12 Änderungen der AGB

(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies für den Kunden zumutbar ist. Der Anbieter wird den Kunden über Änderungen mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten in Textform informieren.

(2) Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Anbieter wird den Kunden in der Änderungsmitteilung auf diese Rechtsfolge hinweisen.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt eine wirksame Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

(4) Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Textform.

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